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Besonderes auf Saint Martin/Sint Maarten

Was macht die Niederländischen Antillen besonders?

Zu Saint Martin/Sint Maarten gehören außer der Hauptinsel noch die Inseln Saba und Sint Eustatius.
Die Inseln unter dem Wind, Aruba, Curacao und Bonaire werden auch ABC Inseln genannt und bilden eine eigene Inselgruppe, die aufgrund ihrer geographischen Lage einige Besonderheiten aufweist und mit den Inseln über dem Wind, Saba, Sint Eustatius und Saint Martin nicht verglichen werden können, weshalb wir uns hier nur auf die Inseln über dem Wind konzentrieren wollen. Infos zu den sogenannten ABC-Inseln finden Sie hier.

Saba

Wassersport in der Karibik

Wassersport in der Karibik

An den Stränden der Karibik werden sehr viele Wassersportmöglichkeiten angeboten

Die winzige Karibik-Insel Saba kann mit etlichen Besonderheiten aufwarten: Sie besitzt keinen Strand, lockt aber trotzdem Wassersportler an, sie verfügt über eine medizinische Fakultät und über den höchsten Berg des Königreichs der Niederlande - zu denen Saba als Autonomiegebiet gehört. Vor allem für Taucher ist das Eiland ein beliebtes Zielgebiet.

Der wichtigster Ort für Taucher auf Saba ist Fort Bay mit seiner Pier und Ankerplätzen.
Rund um die Insel gibt es über 30 mit Bojen versehene Tauchplätze. Das Wasser ist hier draußen kristallklar und ruhig, Fischfang und Ankern sind verboten.
Die Fels-Wände unter Wasser sind übersät mit Korallen und Schwämmen, teilweise schillernd in Grün, Purpur und Gelb. Mit Kleinstlebewesen bewachsene Anemonen, Garnelen und Shrimps fühlen sich hier ebenfalls wohl. Meeresschildkröten ziehen träge ihre Runden. Die Tauchgründe rund um Saba zählen zu den attraktivsten der Welt und das alleine schon wegen der großen Sichtweiten, die das klare Wasser zulässt.

Auch zum Wandern eignet sich Saba hervorragend. Eine Tour auf den mehr als 880 Meter hohen Mount Scenery führt vorbei an kleinen Terrassen mit Kochbananen und süßen Kartoffeln, riesigen Farngewächsen und Resten von Regenwald. Wer Glück hat, dem wird einer der zahlreichen Leguane auf den Felsstufen begegnen. Wer seinen Blick vom Gipfel schweifen lässt dem erschliesst sich der Blick über die Insel, vorbei an weißen Häuschen mit roten Dächern die sich an grüne Hügel schmiegen bis in die Ferne wo Segelboot in der blauen, karibischen See schaukeln.

Sint Maarten

Sint Maarten - oder auch Saint Martin (franz.) - das Eiland im Norden der Kleinen Antillen ist ein karibisches Unikum. Es ist die kleinste Insel der Welt, auf der zwei unterschiedliche Staaten koexistieren - und das ganz ohne Zäune und Grenzkontrollen, sondern nur mit Schildern, auf denen "Willkommen" steht.

Von den aus Südamerika stammenden Arawak-Indianern wegen der zahlreichen Salzseen "Soualiga", "Land des Salzes", getauft, wurde die Insel an einem 11. November, dem Tag des heiligen Martin, von Kolumbus gesichtet. So entstand wohl der Name.
Schon vor mehr als 350 Jahren, wurde die Insel geteilt. Während sich auf den Nachbarinseln die Kolonialmächte noch blutige Kriege lieferten, einigten sich Holland und Frankreich auf eine friedliche Koexistenz mit dem Status als Freihafen. Der Legende nach wurde die Grenze durch ein Gehrennen um die Insel festgelegt. Auf dem Weg musste der Holländer jedoch der Wirkung seines Gins Tribut zollen und dem selbstverständlich Rotwein trinkenden Franzosen somit den größeren Teil des Landes überlassen.

Sint Maarten ist voller scheinbar unvereinbarer Widersprüche und die touristischen Hotels, Restaurants und Casinos ecken an noch vorhandene traditionelle karibische Gebäude in den beiden Hauptstädten Philipsburg und Marigot. Entspanntes Wandern auf den nahezu unerschlossenen Hügeln des französischen Innenlands steht dem Nachtleben des holländischen Teils gegenüber.

Philipsburg ist die Hauptstadt des niederländischen Teils. Anders als man es von einer Stadt mit kolonialem Erbe erwartet, präsentiert sich jedoch ein sehr geteiltes Bild.
Unübersehbar ist der Pier, an dem Ozeanriesen täglich Tausende von Kreuzfahrtpassagieren in die Stadt bringen, die sich unter das bunte Treiben der Frontstreet mischen.. Sie ist die Haupteinkaufsstrasse mit Juwelieren, Boutiquen und Händlern, die von dänischem Porzellan bis japanischer Elektronik so ziemlich alles verkaufen.
Wirkliche Zeitzeugen des historischen Sint Maartens sind hier nur vereinzelte Überbleibsel und einige Strukturen in der parallelen Backstreet. Einige historische Sehenswürdigkeiten, wie Fort Amsterdam oder ehemalige Plantagen, werden liebevoll instand gehalten und sind einen Ausflug auf jeden Fall wert. An der Hauptstraße am Salzsee befinden sich übrigens noch zwei Sehenswürdigkeiten der etwas anderen Art: die beiden einzigen Verkehrsampeln der Insel.

Marigot ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum des französischen Teils von Saint Martin. Hier geht es lässig und elegant zu, und auch vergleichsweise ruhiger als in Philipsburg. Im Gegensatz zu seinem niederländischen Gegenstück erscheint Marigot wesentlich ursprünglicher und das Flair erinnert mehr an ein Städtchen an der Mittelmeerküste.
Kleine Cafés und Bistros liegen neben eleganten Markenläden mit dem letzten Schrei des europäischen Modedesigns. Abgerundet wird es durch die obligatorischen Juweliere und Elektronikläden.
Auch wenn es keine große Stadt ist, besitzt Marigot zwei Zentren. Eines davon ist das Viertel um den Hafen mit dem Markt und dem Anleger für Fähren. Mittwochs und samstags ist es der Schauplatz eines farbenfrohen Marktes, auf dem viele selbstangebaute Produkte, tropische Früchte, Gewürze und frisch gefangener Fisch angeboten werden. Das zweite Zentrum zieht sich um den sehr touristischen Yachthafen Marina Port La Royale, der von einer Reihe Restaurants umgeben ist. Die geschäftige Rue du Général de Gaulle bildet die Hauptstraße. Marigot ist eine historische Stadt im Umbruch. Überall in der Stadt sind noch immer eine Reihe von Bauten im westindischen Stil mit schönen Verzierungen und Balkonen zu sehen.
Über die Stadt wacht das größte historische Monument Saint Martins, Fort Louis. Heute erfüllt das Fort natürlich nicht mehr seinen ursprünglichen Zweck, aber der steile Aufstieg wird durch das Panorama auf die Stadt, die Insel und das umgebene Meer belohnt.

Sint Eustatius

Kolumbus nannte die Insel St. Anastasia, aber sie wird von allen nur Statia gerufen.
Sint Eustatius wurde sie erst später von den Holländern genannt. Die Besitzer der Insel wechselten 22-mal, bevor die Holländer Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Ansprüche endgültig geltend machen konnten.

Im 18. Jh. war Statia ein wohlhabender Handelsstützpunkt, der eine wichtige Rolle im Warenverkehr zwischen Europa, Afrika, der Karibik und Nordamerika spielte. Heute ist die nur 31 km⊃2; große Miniinsel ein Geheimtipp für Wassersportler. Vor allem Taucher und Wanderfreunde werden hier auf ihre Kosten kommen.
Die der Insel vorgelagerten Korallenriffe sind Tummelplätze der buntesten und verschiedensten Fische und das klare Wasser erlaubt eine weite Sicht.
Die Wanderwege hinauf zum Krater des Vulkans führen durch Regenwaldgebiete mit Farnen, Mahagonibäumen, Hibiskus- und Oleandersträuchern.